11/11/2005

Wetter in Dublin: Der Winter kommt

Früher oder später musste es ja soweit kommen. Leider kam es früher als später… Es ist KALT.

Auf dieser wunderschönen Insel ist kalt anders kalt als zu Hause. Die Nass-Kälte bleibt in den Knochen. Ich alter Rheuma-Kandidat kann das nicht gutheißen! Vor allem weil mein Zimmer zwei Aussenwände hat, jeweils mit einem Fenster, keins von beiden Doppelglas. Die Iren sind immer noch nicht für Top-Isolation bekannt. Kaum schwer zu erraten, dass sie vor 100 Jahren (etwa in der Zeit, als mein Haus errichtet worden ist) noch schlechter auf diesem Gebiet waren…

So komme ich also jeden Abend draußen aus der Hundskälte in die Hundskälte drinnen. Gleiche Temperatur, nur weniger Luftfeuchtigkeit, da es noch nicht reinregnet. Wahrscheinlich alles eine Frage der Zeit. Glücklicherweise haben wir ja eine Heizung, eine Wärmespeicher-Elektro-Heizung. Unglücklicherweise pustet die die warme Luft aus, welche sich den physikalischen Gesetzen neigend nach oben strömt. Leider sind die Decken so hoch, dass sie zwar sicherlich dort oben ankommt, aber nicht mehr genügend Kraft hat, die kalte Luft auch zwei Meter weiter unten zu verdrängen. So sieht man mich jeden Abend in voller Montur unter zwei Decken gekauert bibbernd einschlafen, immer leise schlotternd fluchend. Dennoch sehr interessant ist, dass es tatsächlich hilft, sich die berühmten „warmen Gedanken“ zu machen. So kam es also letzte Nacht, dass ich dem Erfriertod entrinnend eingepennt bin und doch wirklich den schönsten Traum hatte, den man sich bei Fast-Minus-Temperaturen vorstellen kann: Im Schlaf bin ich in ein Land gereist, dass 30 Grad warm war. Ist das nicht COOL?

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