7/23/2005

Gefangen


Und, was hast du am Wochenende gemacht? Shoppen, relaxt, schoen! Ich habe mich entschlossen, wieder einmal eine Grenzerfahrung zu erleben.
Als ob ich nicht schon genug Moeglichkeiten gehabt haette, aus "Schluesselsituationen" zu lernen... Immer eine Erinnerung wert sind die 73 Minuten Eier, weil ich sie kochend auf dem Herd hatte, waehrend ich mich ausgesperrt hatte.

Naja, ich, wie immer ein bisschen planlos (diesmal zurecht, schlechtes Telefonat gehabt), raus aus der Wohnung auf dem Weg zum Kippen kaufen, zum Nerven beruhigen. Ich wohne in einem Haus, das in drei Wohnungen unterteilt ist. Jeder hat seinen seperaten EIngang, und dann eben noch die Haustuer, die Pforte in die Freiheit.

Es kommt, wie es kommen muss: Ich schlage mit schmackes die Wohnungstuer zu, in dem Moment: "NEIN, Schluessel vergessen!!- Egal, geh ich zur Arbeit, Emails schreiben..." Positives Denken, jaja. Mein Mitbewohner Will wuerde ja abends wieder kommen, oder??? Hmmm...
Aber die schlauen Nachbarn hatten natuerlich die Haustuer verriegelt. Super Sache!

"Hi, this is Will, please leave a message!"

"Will, silly me: I am trapped between our door and the entrance door. Give me call whenever you get that message :)!"

30 Minuten Spaeter: Ich habe alle Nachrichten aus meinem Eingang geloescht, die ich schon laengst loeschen wollte, hab alle Nummern richtiger Weise mit dem "Handy" bzw. "Festnetz" Icon versehen, mittlerweile auch rausgekriegt, dass ich nur noch 2 Euro Guthaben habe und langsam schlaeft mir mein Hintern ein.

"Hi Will, its me again. I think you dont have any reception where ever you are, but please, let me know when you will be coming home. There is no one in the house, I think everybody went out of town for the weekend."

Ich habe meine Position geaendert. Ich war versucht, die seit Monaten im Flur liegende Post (Absender verzogen) zu oeffnen und sie zum Zeitvertreib zu lesen. Wiederholte Male habe ich an die Wohnungstueren der Nachbaren geklopft. Ich habe mich vor unserer Wohnungstuer zusammengerollt, weil mir mittlerweile kalt geworden ist. Und so harre ich aus, weitere 30 Minuten.

"Hi, this is Will, please leave a message!"

Ich werde wuetend auf Will. Warum geht der Penner nicht an sein Scheisstelefon, Arschloch!!!

Ich versuche mich an dem Sicherungskasten. Interessanter Weise ist ein Sicherungskasten mit 'landlord' beschriftet. Wenn ich also diesen Kasten aufbraeche und dem Vermieter (wo immer der auch hausen mag), den Strom abdrehe, muesste der ja wohl wutschnaubend zu meiner Rettung eilen... Leider kann ich die Sicherheitsplastikvorrichtung nicht aufbrechen. Ich gebe resigniert auf.

Dem Nervenzusammenbruch nahe, schimpfe und fluche ich vor mich hin, als endlich, endlich der Nachbar nach Hause kommt. Er sperrt auf. Jippy! Ich stuertze in die Freiheit: Luft, Sonne (naja, irische Sonne hinter Wolken), Weite!

Ich trage leider nur FlipFlops und Tanktop, also wohnungstemperaturgerecht, aber zu cool um draussen rum zu spazieren... Die Arbeit wird mein Unterschlupf, Gott sein Dank.

Und irgendwann wird Will zurueck kommen und mich reinlassen...

7/18/2005

Natuerlich frieren die Fischies im Ozean!

t tt tt

7/17/2005

Dublin, oh Dublin


In einer Studie ist belegt, dass sich die Iren als die gluecklichste Nation weltweit einschaetzen. Diese Studie bezieht nicht nur auf Reichtum und Wohlstand, sondern auch auf weiche Faktoren.
Ueberaschend finde ich das nicht. Und ich glaube dieser Studie!

Auf jeden Fall sind die Iren ein recht lockeres Voelkchen. Diese Laid-Back-Attitude steigert sich mit zunehmenden Alkohlspiegel. Nicht, dass die Iren einen so lapidaren Anlass wie das naeher rueckende Wochenende als Anlass zum Feiern braeuchten. Die gehen immer ins Pub, saufen sich einen an und das macht die auch unheimlich gleucklich. Zumindest froh. Und um die Freude zu steigern, wird dann eben doch das quasi "Vor-der-Tuer-Wochenende" zum Feiern genutzt. Ich kam in den Genuss, die froehlich ausgelassene Laune einiger Dubliner zu beobachten. Donnerstag Nacht also: Mein Zimmer hat Fenster zur Strasse hin und daher ist es generell etwas laut. Nichts desto trotz wache ich durch das Plaetschern, naja, viel mehr Rauschen unter meinem Fenster auf. Ein paar Kumpels kamen gerade von ihrem Pub Crawl nach Hause und dachten sich wohl, dass der Gulli vor meinem Fenster ein hervorragender Platz ist, die Notdurft zu verrichten. Und ist ja auch netter, sich waehrend ihres Pisses lauthals unter freiem Himmel zu unterhalten, als von ihren Frauen eins auf den Deckel zu kriegen, weil sie wieder nicht in die Kloschuessel treffen...
Ist ja an und fuer sich nicht so eklig. Wenn sich nicht der Vollstramme, der sich einige Stunden spaeter, verzweifelt an der urinnassen Strasse festklammernd, ueberdurchschnittlich laut uebergeben haette muessen... Kommt in den besten Famlien vor...

Ich kenne das noch von frueher, dass man beim Weggehen an einem Getraenk festhaelt, um sein Budget nicht masslos zu ueberschreiten. Die Bedienung wird so weit es geht ignoriert und nur die Androhung eines Rausschmiss noetigt einen, dann doch noch ein weiteres Getraenk zu bestellen.
In Dublin ist das anders. Dem Preis zum Trotz schlucken hier ob gross oder klein alle alles weg, was bis zum Last Call ausgeschenkt werden kann. Und dann wird getanzt. :) Hm, aber so was hat man noch nicht gesehen. Leicht uebergewichtige Maenner fassen sich selbst laziv an die Brueste (ja, manchen wuerde ein BH nicht schlecht tun) und benetzen sich ebenso verfuehrerisch ihre Lippen. Und ihr Tanzpartner (maskulin!!!) tut es ihnen gleich. So viel geballte Erotik ist manchmal doch ein wenig anstrengend. Halt, fuer mich deutsches Maedel, die Irinen haendeln das ganz gut. Ich glaube, das Schoentrinken wurde in Dublin erfunden. Hat ja bekanntlich auch Schule gemacht.

Und vielleicht ist das Verschleiern der Wirklichkeit auch mit ein Grund, warum die Iren so gleucklich sind. Muesste man mal drueber nachdenken...

7/13/2005

Bergfest

Jippy, es ist Mittwoch, die Woche ist so gut wie rum :)
Ich habe erstaunlicher Weise super viel Spass. Heute abend ist ein Team Event, wir gehen auf eine Bootstour. Hm, interessant.